Integrationskindergarten Bad Gandersheim

Die Heilpädagogen in unserem Kindergarten sind mit verschiedenen Behinderungsarten und darauf abgestimmten Übungen vertraut. Außerdem verfügen einige der Teamkolleginnen über Zusatzausbildungen für Mitarbeiter aus integrativen Gruppen. Sie sind u.a. Informationsträger für die anderen Mitarbeiter, damit alle Kolleginnen möglichst umfassend über das beeinträchtigte Kind informiert sind. Wir erstellen für jedes beeinträchtigte Kind, acht Wochen nach seiner Aufnahme, einen Förderplan, der zwei Mal im Jahr aktualisiert wird. Die praktische Umsetzung des Förderplanes basiert auf Eigeninitiative und Können des Kindes, d.h. das Kind wird durch adäquate Materialien und Spielideen zum Tun motiviert. Darüber hinaus werden jährlich Entwicklungsberichte erstellt, die gemeinsam mit den Eltern der Kinder in der Einrichtung besprochen werden. Außerdem werden diese bei Anträgen auf Kostenverlängerung beigefügt.

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Partizipation und Integration- zwei Begriffe, die unsere tägliche Arbeit prägen. Die Teilhabe der Kinder steht im Vordergrund unserer pädagogischen Arbeit. Teilhabe für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung. Wir bieten Kindern die Möglichkeit den Alltag im Kindergarten mitzugestalten, sich einbezogen zu fühlen und sich in ihrer Individualität zu entfalten. Mit Partizipation legen wir den Grundstein zu einem demokratischen Verständnis in unserer Gesellschaft. Gepaart mit dem inklusiven Verständnis wird unseren Kindern die Möglichkeit eröffnet, ihren Alltag nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Dabei gehen wir auf individuelle Bedürfnisse von Kindern und deren Familien ein. Die Kinder lernen gemeinsam zu leben, sich zu akzeptieren und Toleranz zu entwickeln. Die Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander prägt unseren Kindergartentag. In der Praxis bedeutet das, dass unsere Kinder eine Struktur und Regeln bekommen, die aber gemeinsam besprochen und festgelegt werden. Feste Zeiten sind wichtig für Kinder. Beutender Unterschied ist, dass diese feste Zeiten gestaltbar und mitbestimmt für Kinder werden.

In unserem teiloffenen Konzept bekommen die Kinder deshalb die Möglichkeit selbst zu bestimmen, wie sie die Räumlichkeiten unserer Einrichtung nutzen wollen. Unser Tag beginnt mit einem kurzen Morgenkreis und einem gemeinsamen Frühstück in der jeweiligen Gruppe des Kindes. Danach können die Kinder frei entscheiden, welchem Funktionsraum sie sich zuordnen möchten. Mit Fotos von ihnen selbst in der Hand, haben sie die Möglichkeit sich auf die verschiedenen Räume aufteilen. Wir bieten freie Entfaltungsmöglichkeiten im Forschungsbereich, im Atelier, im Kneippraum, in der Turnhalle sowie in zwei verschiedenen Gruppenräumen, die je nach Schwerpunkt immer wieder neugestaltet werden. Unsere Kinder lernen Autonomie, in dem sie ihren Aufenthaltsort selber wählen können. Durch die Freiheit, eigenen Interessen nachzugehen, den Spielort und den Spielpartner selber zu wählen, lernen die Kinder sich selbst zu organisieren, aber auch ihre Angelegenheiten selbst zu regulieren. Damit die Kinder mehr Wahl- und Bestimmungsmöglichkeiten bekommen, haben wir unsere Räume thematisch ausgerichtet. Zum Mittag kommen sie in den Gruppen zu einem gemeinsamen Stuhlkreis und zum Mittagessen zusammen. Da Freispiel und die Entwicklung im sozial- emotionalen Bereich für uns extrem wichtig ist, haben sie nach dem Mittagessen jeden Tag die Möglichkeit sich frei auf dem Außengelände zu entfalten. Im Sommer bieten wir ab morgens optionale Angebote an der frischen Luft an. Einmal die Woche gehen wir in den Wald. Wir leben von Festen, Ausflügen, Projekten und feiern und gestalten auch diese mit den Kindern gemeinsam.

Im teiloffenen Konzept arbeiten wir intensiv mit den Ansätzen der Lernwerkstattarbeit und Aktionstabletts. In den Funktionsräumen gibt es für die Kinder immer die Möglichkeit sich an verschiedenen Stationen auszuprobieren. Diese werden von den pädagogischen Fachkräften wöchentlich angepasst. An Lernstationen können die Kinder intensiv, einzeln oder in kleinen Gruppen lernen. Meistens finden die Kinder zum aktuellen Thema unterschiedliche Reize und Materialien vor, die in den Räumen zum Ausprobieren einladen.

Unser Alltag wird auch durch Kneippangebote bereichert. Die Angebote basieren auf den fünf Elementen der Kneipppädagogik: Lebensordnung, Wasser, Kräuterkunde, Bewegung und gesunde Ernährung.

Lebensordnung bedeutet für uns: gesundes Verhältnis zwischen den angeleiteten Angeboten und dem freien Spiel im Tagesablauf, Anerkennung und Lob, Vertrauen in das eigene Tun, Grenzen setzen, klare Aussagen, Förderung der Kreativität und viele Rituale.

Das Element Wasser realisieren wir durch Experimente mit Wasser, Wassertreten, Kniegüsse, Arm – und Fußbäder, Tau- und Schneelaufen, Licht- und Luftbad.

Die Bewegung wird bei uns sehr stark gelebt. Durch das tägliche Spiel draußen, Psychomotorik in der Turnhalle und dem Waldtag, gehen wir dem starken Bewegungsdrang der Kinder nach.

Auch gesunde Ernährung wird von unseren Kindern gelebt. Den ganzen Tag über gibt es für die Kinder frisches Obst und Gemüse zum Verzehr. Des Weiteren backen und kochen wir mit den Kindern, um den lebenspraktischen Bereich zu fördern. Wasser und Tee, vor allem mit verschiedenen Kräutern, werden täglich angeboten und ein freier Zugang ermöglicht. Mindestens einmal in der Woche bereiten wir gemeinsam für das Frühstück einen gesunden Snack zu. Hauptsache selbst gemacht.

Heilkräuter und ihre Wirkung erfahren unsere Kinder durch aktives Gestalten von z.B., Kräutersalzen, Hand- und Pflegecremes, Tees, Kräuterlimonaden, Handpeelings oder das Herstellen von Duftsäckchen. Zudem lernen die Kinder in den Stuhlkreisen und bei Waldtagen, wo die Kräuter herkommen, wo sie zu finden sind und was sie bewirken.

Integrative Erziehung geht in unserem Kindergarten von dem Grundgedanken aus, dass der Anspruch auf gleichberechtigte Teilnahme am gemeinsamen Spielen und Lernen für alle Kinder Gültigkeit besitzt. Aus diesem Grund findet die Therapie bei uns im vertrauten Umfeld des Kindes statt, d.h. im Gruppenraum, im Bewegungsraum, in der Küche oder auf dem Außengelände. Die Einbindung der Therapien in den Kindergartenalltag erfolgt in Absprache mit den Eltern des Kindes. Diese wird oft als große Entlastung für die betroffenen Familien empfunden. Die Förderung dieser Kinder wird nicht als Sondermaßnahme ausgeübt, sondern so gestaltet, dass auch andere Kinder mitmachen können. Bei bestimmten Beeinträchtigungen ist auch die Einzeltherapie zulässig und notwendig. Die primäre Aufgabe der Therapie, wie auch der Pädagogik besteht darin, die individuellen Kompetenzen des Kindes zu entwickeln und zu fördern.

Eine ganzheitliche Arbeit mit dem Kind setzt eine enge Kooperation zwischen dem pädagogischen Team und den Therapeuten voraus. Es finden regelmäßig gemeinsame Besprechungen statt. Die einzelnen Therapieformen sowie die Gruppenarbeit des pädagogischen Personals sollen sich zum Wohle einer ganzheitlichen Förderung des Kindes ergänzen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist extrem wichtig und hat für uns eine große Bedeutung, um die ganzheitliche Förderung zu gewährleisten.

Unser Team besteht aus verschiedenen Berufsbildern, wie Erzieher:innen, Heilerziehungspfleger:innen, Sozialassistent:innen, Heilpädagog:innen und Sozialpädagog:innen. Zudem haben wir eine Therapiehündin, Edda, die uns zweimal die Woche besucht. Wir arbeiten mit Fachkräften der tiergestützten Therapie, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden zusammen.

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